Mutterschaftsurlaub: Ende einer Ungerechtigkeit

Gute Nachricht für werdende Mütter, die im Privatsektor arbeiten. Ihr Mutterschaftsurlaub kann nicht mehr gekürzt werden, wenn sie vor der Geburt arbeitsunfähig sind. In der bisherigen Situation wurden krankheitsbedingte Abwesenheiten während den sechs Wochen vor dem voraussichtlichen Geburtsdatum vom Mutterschaftsurlaub nach der Geburt abgezogen. In der jetzigen Zeit des Coronavirus wurden Schwangere, die aufgrund der Covid-19-Krise vorübergehend arbeitslos wurden, bestraft und konnten ihren vorgeburtlichen Urlaub nicht auf die Zeit nach der Geburt verschieben. Der Mutterschaftsurlaub riskiert dadurch zu kurz zu werden für viele Mütter... und für ihr Baby.

Lange vor der Pandemie hatte die CSC zusammen mit anderen Gewerkschaften und Frauen- und Familienrechtsorganisationen einen Brief an die Parteivorsitzenden geschickt, mit der Aufforderung, dieser Ungerechtigkeit ein Ende zu setzen. Sie beanspruchten das Recht jeder werdenden Mutter, ihren 15-wöchigen Mutterschaftsurlaub zu nehmen, unabhängig von ihrem Gesundheitszustand vor der Geburt. Diese Forderung wurde gehört. Am 12. Mai verabschiedete der Ausschuss für soziale Angelegenheiten der Kammer einen Gesetzentwurf, der den 15-wöchigen Mutterschaftsurlaub garantiert. Die Perioden der Kurzarbeit oder der Arbeitsunfähigkeit vor der Geburt können nicht mehr vom Mutterschaftsurlaub nach der Geburt abgezogen werden. 

Der Text wird rückwirkend zum 1. März in Kraft treten.

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