Gaston Merkelbach neuer Bezirkspräsident

Gaston Merkelbach ist der neue Präsident der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien. Er wurde von den Militanten mit 68,75% der Stimmen in dieses Amt gewählt. Gemeinsam mit Bezirkssekretär Jean-Marc Namotte bildet Gaston Merkelbach das neue Tandem an der Spitze der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien. 

Gaston Merkelbach (53) ist der erste Präsident, der von den Militanten der beiden fusionierten Verbände (Liège-Huy-Waremme sowie Verviers und deutschsprachiges Gebiet) gewählt wurde. Im Januar 2019 hatte sich die neu gegründete CSC Liège-Verviers-Ostbelgien für einen gemeinsamen Vorsitz entschieden, der die Präsidenten der ehemaligen Verbände, Gaëtan Stas (Lüttich) und Jérôme Garroy (Verviers), vereinte. Die Wahlen sollten 2020 stattfinden, aber die Coronakrise entschied anders. In der Zwischenzeit wurde Gaëtan Stas gebeten, das Generalsekretariat seiner Berufszentrale in Brüssel zu übernehmen, während Jérôme Garroy die Aufgabe alleine weiterführte. 

Wer ist der neue Präsident? Der gebürtige Lütticher, der in Saint-Nicolas lebt, ist seit etwa zwanzig Jahren Gewerkschaftssekretär der CSC Öffentliche Dienste und wuchs in einem Gewerkschaftsumfeld auf. Mit einem Vater, Gewerkschafter bei der CSC, und einer Mutter, aktiv bei „Vie féminine“ (Frauenliga), war es für Gaston Merkelbach selbstverständlich, mit 14 Jahren der Jung-CSC beizutreten. „Und als ich bei der Staatsanwaltschaft in Brüssel als Angestellter anfing, wollte ich sofort die Ungerechtigkeiten anprangern, die ich um mich herum entdeckte. So wurde ich CSC-Delegierter und gründete die erste Gewerkschaftssektion bei der Brüsseler Staatsanwaltschaft“, erzählt er. „Ich setzte meine Karriere im Zentralen Waffenregister fort und wurde gleichzeitig Delegierter. Eines führte zum anderen, und so wurde ich Gewerkschaftssekretär im Justizbereich.“

Seit Januar 2010 ist Gaston Merkelbach Regionalsekretär der CSC Öffentliche Dienste Lüttich-Verviers. „Überberufliche Aktionen und sektorielle Aktionen gehören zu meinem Alltag und sind Teil meines ständigen militanten Engagements mit Hilfe aller meiner Kollegen und Gewerkschaftsteams“, betont er. Die Präsidentschaft der CSC Liège-Verviers-Ostbelgien ist für ihn daher kein Selbstzweck, sondern die logische Fortsetzung seines gewerkschaftlichen Engagements.

„Vorsitz bedeutet, dass man versucht, Projekte, Vorschläge und Forderungen zu vereinen. Den Vorsitz zu führen bedeutet, auf soziale, politische und wirtschaftliche Herausforderungen zu achten. Vorsitz bedeutet, in gutem Einvernehmen mit dem Bezirkssekretär, dem beigeordneten Bezirkssekretär, den überberuflichen Teams, den Zentralen, den Delegierten, den Personalmitgliedern zu arbeiten, es bedeutet, die treibende Kraft des Zusammenhalts zu sein. Es bedeutet auch, dass man sich auf die Gewerkschaftsteams, auf die Instanzen und die Zusammenarbeit aller verlassen kann. Ich verschreibe mich also einer konstruktiven, kooperativen, militanten, aufmerksamen und unterstützenden Präsidentschaft“, so Merkelbach. „An dieser Stelle möchte meinem Vorgänger, Jérôme Garroy, für seine hervorragende Arbeit als Vorsitzender der CSC Lüttich-Verviers-Ostbelgien danken. Auch in schwierigen Momenten hat er immer die notwendige Ruhe ausgestrahlt.“

Im Privatleben ist Gaston Merkelbach Vater von zwei Kindern, einer 27-jährigen Tochter und einem 24-jährigen Sohn. Er ist ein großer Fan von Standard Lüttich und ein begeisterter Radfahrer, aber seine Leidenschaft gilt auch der Musik. 1994 rief er zusammen mit Michel Lemmens das Nandrin-Festival ins Leben, ein Abenteuer, das zwölf Jahre dauerte und an das er sich gerne erinnert.

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