Sozialversicherung: diese Mitte März noch offene Frage konnte zwischenzeitlich geklärt werden. Eigentlich unterliegt derjenige, der vorwiegend in  HOME-OFFICE arbeitet, der Sozialversicherungspflicht des Wohnlandes!  

Hier haben sich Deutschland, Belgien und die Niederlande geeinigt, dass diese Vorgabe für die Zeit der Krise aufgehoben wird und man im Tätigkeitsland versichert belieben kann. Also hier Entwarnung.

Steuerliche Aspekte: das Doppelbesteuerungsabkommen sieht eigentlich vor, dass die Tage, die man von Zuhause aus arbeitet, auch im Wohnland der Steuerpflicht unterliegen und im Beschäftigungsstaat Deutschland nur die Tage, die dort gearbeitet werden. Dies könnte für Grenzgänger dann besonders nachteilig sein, wenn der Anteil des „belgischen Einkommens“ dann so hoch liegen würde, dass die Grenzgänger das Anrecht auf die unbeschränkte Steuerpflicht in Deutschland verlieren könnten. 

Die ACV/ CSC hat mit Partnern zusammen dem belgischen Finanzminister Alexander De Croo ein Schreiben zukommen lassen, mit der Bitte eine Ausnahmeregelung für Grenzpendler (Deutschland-Belgien und Niederlande-Belgien) zu ermöglichen, wie sie zwischen Belgien und Luxemburg schon erreicht wurde. Es wird gefordert, dass die Besteuerung weiter nur im Tätigkeitsland vorgenommen wird. 
Der ostbelgische EU-Abgeordnete Pascal Arimont (CSP-EVP) und der Bundestagsabgeordnete Patrick Schnieder (CDU) haben sich entsprechend an den deutschen Finanzminister Olaf Scholz gewandt.

Da diese Lösung aber noch nicht Wirklichkeit ist, empfehlen wir den Grenzgängern im Home-Office vorläufig die Tage zu notieren, an denen sie im Home-Office waren.