Was bringt uns das überberufliche Abkommen?

Die Pluspunkte des überberuflichen Abkommens:

  • Eine Lohnspanne von 1,1 % zusätzlich zur vorgesehenen Indexierung (3,4 %). Diese Spanne ist vor allem für die Arbeitnehmer in den kleinen und mittleren Betrieben wichtig, in denen die Gewerkschaften weniger stark vertreten sind. Für sie ist dies die einzige Perspektive zur Verbesserung ihres Einkommens. 
  • Am 1. Juli eine Erhöhung des Mindestlohnes über den Index hinaus, zum ersten Mal seit 10 Jahren! Diese Erhöhung stellt mindestens 200 Euro pro Jahr dar. Es handelt sich um eine erste Etappe, mit der Aussicht auf weitere Erhöhungen im Herbst.
  • Zeitkredit am Laufbahnende zu 4/5 ab 55 Jahren und halbzeitig ab 57 Jahren, obwohl die Regierung das Alter auf 60 Jahre festsetzen wollte.
  • Das SAB (Ex-Frührente) ab 58 oder 59 Jahre für schwere Berufe, nach 20 Jahren Nachtarbeit, für die Bauarbeiter in medizinischer Arbeitsunfähigkeit, für Arbeitnehmer mit schwerwiegenden physischen Problemen und für Personen mit Behinderung, für Arbeitnehmer mit 40 Berufsjahren und für ältere Arbeitnehmer, die von einer Umstrukturierung betroffen sind. Viele von ihnen hätten sonst bis 62 Jahre warten müssen, wie die Regierung es geplant hatte.
  • 724 Millionen Euro zusätzlich für die Rentner, Kranken, Invaliden und Arbeitslosen. Mit einer Erhöhung der Mindestsätze um 2 bis 3,5 %. Mit einer Erhöhung des Urlaubsgeldes für Rentner und Invalide und mit weiteren Verbesserungen.
  • Eine höhere Entschädigung der Fahrtkosten zwischen Wohn- und Arbeitsort. Ab dem 1. Juli gibt es zudem eine höhere Entschädigung für die ersten fünf Kilometer. 

Wir wollen nicht auf diese Verbesserungen verzichten

Natürlich hätte das überberufliche Abkommen mehr bringen können. Und natürlich bleibt das Lohngesetz mit seiner manipulierten Berechnungsweise ein enormes Problem. Aber die CSC möchte von jedem Fortschritt zugunsten der Sozialleistungen für Arbeitnehmer, Rentner, Kranke und Arbeitslose profitieren. Es ist gut, dass heute jeder versteht, dass wir diese Verantwortung nicht ablehnen. Das Tarifabkommen muss deshalb in vollem Umfang umgesetzt werden.

Die CSC erwartet nun von den Unternehmen und Gewerkschaften, dass sie diesem Impuls folgen. In den nächsten Monaten müssen wir neue Lösungen finden, um die niedrigsten Löhne anzuheben, wie wir dies im ÜBA vereinbart haben. Diese Lohnerhöhungen dürfen nicht durch neue Steuern aufgefressen werden oder gewissen Branchen Probleme bereiten.

Den Sozialpartner gegenüber hat sich die Regierung in den Personen von Premierminister Michel, Vizepremier Peeters und Ministerin De Block dazu verpflichtet, an der vollständigen Umsetzung dieses ÜBA mitzuwirken. Wir werden es nicht zulassen, dass eine Partei oder gleich welcher Politiker versuchen wird, der Umsetzung dieses ÜBA Steine in den Weg zu legen. 

 

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