33 Jobs bei Shur-Lok in Petit Rechain gefährdet

Ein weiterer Schlag für die Region Verviers. Nach Hexcel und Sulzer hat nun das Unternehmen Shur-Lok International in Petit-Rechain eine Massenentlassung angekündigt.

 „Drei Renault-Prozeduren in weniger als drei Monaten bedeuten, dass 220 Arbeitsplätze auf dem Spiel stehen: Der Schock ist heftig“, erklärt René Petit, Gewerkschaftssekretär der ACV-CSC METEA.

Das Unternehmen Shur-Lok International, das auf die Herstellung von Metallverbindungselementen für die Luftfahrtindustrie spezialisiert ist, erwägt unter anderen Maßnahmen die Entlassung von 33 Personen (18 Angestellte und 15 Arbeiter) von den 93 am Standort Petit-Rechain beschäftigten Personen: ein Erdbeben für dieses Unternehmen, das seit 1965 in Belgien ansässig ist.

 „Diese Ankündigung bestätigt leider die Befürchtungen, die wir für die Luftfahrtindustrie hatten“, sagt René Petit. „Der Rückgang der Flugzeugproduktion, der durch den Zusammenbruch des Luftverkehrs im Zusammenhang mit der Coronakrise verursacht wurde, trifft alle Akteure des Sektors hart. Diese neue Ankündigung verstärkt nur unsere Sorgen für die Zukunft.“ Die Befürchtungen sind umso größer, als sich die Lage des Sektors voraussichtlich erst in einigen Jahren verbessern wird.

 „Seit Beginn der Coronakrise hat Shur-Lok aus Gründen höherer Gewalt auf Kurzarbeit zurückgegriffen, aber dies ist nur eine kurzfristige Lösung“, erklärt René Petit, der an die Politik appelliert: „Die Politik muss sehr schnell über spezifische Hilfen für den Luftfahrtsektor nachdenken, wenn sie einen Zusammenbruch der Branche vermeiden möchte. So wie sie die Fluggesellschaften unterstützt, muss sie das auch für die Unternehmen in der Region tun!“

 Heute Morgen traf die Leitung von Shur-Lok die Gewerkschaften, um sie über ihre Absichten zu informieren. „In der Tat bedauern wir die Art und Weise, in der die Direktion am Montag in einer Versammlung der Gewerkschaftsdelegation diesen Renault-Plan angekündigt hat, ohne Konzertierung mit den regionalen Gewerkschaftsvertretern. Das ist ein Mangel an Respekt! Wir haben reagiert und im Anschluss daran wurde für Donnerstagmorgen eine Sitzung einberufen.“

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