Lohnpfändung und -abtretung

Was ist eine Lohnpfändung?

Eine Lohnpfändung bedeutet, dass man einen Teil Ihres Nettolohnes, Ihrer Jahresendprämie, Ihres Urlaubsgeldes, usw. einbehält, um Ihren Gläubiger zu bezahlen. Konkret überweist der Arbeitgeber einen Teil Ihres Lohnes an Ihren Gläubiger.
Lohnpfändungen sind Vollstreckungsmaßnahmen und Ihr Arbeitgeber ist verpflichtet, diese auszuführen. Die Pfändung endet, wenn Ihre Schulden zurückgezahlt sind.

Sie erhalten eine Entschädigung ? Auch diese kann gepfändet werden.

Allerdings darf Ihr Lohn nicht vollständig gepfändet werden, sondern nur zu einem gewissen Anteil. Die in der Tabelle aufgeführten Beträge wurden am 01/01/2018 indexiert. Zudem werden sie pro Kind zu Lasten um 68 Euro erhöht.   

Tabelle 1: Pfändungen auf Löhne und andere Berufseinkommen

Einkommensabschnitt (Beträge am 01.01.2018)Maximal pfändbarer Anteil
bis zu 1105 Euro einschließlich0 %
1105,01 - 1187  Euro einschließlich20 % (16,40 Euro)
1187,01 - 1309 Euro einschließlich30 % (36,60 Euro)
1309,01 - 1432  Euro einschließlich40 % (49,20 Euro)
Mehr als 1432 Euro100 % (alles, was über 1432 Euro hinausgeht)

 

Tabelle 2: Pfändungen auf Sozialleistungen und andere nicht-berufliche Einkommen

Einkommensabschnitt (Beträge am 01.01.2018)Maximal pfändbarer Anteil
bis zu 1105 Euro einschließlich0 %
1105,01 - 1187  Euro einschließlich20 % (16,40 Euro)
1187,01 - 1432 Euro einschließlich40 % (98 Euro)
Mehr als 1432  Euro100 % (alles, was über 1432 Euro hinausgeht)

Was ist eine Lohnabtretung?

Im Falle der Lohnabtretung wird ein Teil Ihres Lohnes einbehalten und Ihrem Gläubiger gezahlt. Diese Prozedur ist möglich, wenn Sie einen Kredit aufgenommen haben und einen Akt unterzeichnet haben, der den Gläubiger dazu ermächtigt, einen Teil Ihres Lohnes einzubehalten, wenn Sie Ihre Schulden nicht rechtzeitig zurückzahlen. Dieser Teil des Lohnes oder der Entschädigung ist ebenfalls begrenzt dank der nicht pfändbaren Beträge.

Bevor diese Abtretung vorgenommen wird, muss der Gläubiger Ihnen und Ihrem Arbeitgeber (oder der Instanz, die Ihnen die Entschädigung überweist) ein Einschreiben zusenden.

Eine Lohnabtretung können Sie leicht beenden: Dazu senden Sie ein Einschreiben an Ihren Arbeitgeber oder an die Instanz, die Ihre Entschädigung zahlt, mit der Aufforderung, diese Abtretung zu beenden. Der Gläubiger kann aber in diesem Fall den Friedensrichter bitten,  die Lohnabtretung zu verordnen.  Wenn der Richter seine Zustimmung erteilt, wird die Abtretung fortgesetzt.

 

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