Die Bewerbung

1. Etappe : Beginne damit, dich einzuschätzen !

Im Rahmen deiner Arbeitssuche solltest du versuchen herauszufinden, über welche Trümpfe du verfügst. Deine Stärken sind ein wichtiges Element, um den Arbeitgeber von dir zu überzeugen. Wer bist du? Welches sind deine dominanten Charaktereigenschaften und die Elemente, die für dich sprechen? Deine Ausbildung und deine Erfahrungen geben eine klare Richtung für deine Stellensuche. Auch über deine Ferienjobs hast du Erfahrungen erworben! Denk auch an interessante Disziplinen, in denen du dich ausgezeichnet hast, an deine Zusatzausbildungen oder an deine beste Berufserfahrung.

Vergiss auch nicht deine Hobbies! Jede Tätigkeit gibt dir die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, wie zum Beispiel eine Jugendgruppe (soziale Fähigkeiten), eine Reise (sprachliche Kenntnisse), ein Sportclub (Gruppengeist) oder ein Jugendheim (Organisation).

2. Etappe :  Die Job-Angebote

Wusstest du, dass spontane Bewerbungen und der Familien- und Freundeskreis die wirksamsten Mittel sind, um einen Arbeitsplatz zu finden?  Fast jeder fünfte Jugendliche findet am Ende seiner Schulzeit einen Job über seine Familie oder Freunde. Mehr als jeder vierte Jugendliche findet einen Arbeitsplatz über eine spontane Bewerbung. Verbreite also deine Botschaft! Beginne in deinem näheren Umfeld : Sage deiner Familie, deinen Freunden und Bekannten, dass du eine Arbeit suchst und in welchem Bereich. Je mehr Menschen du in deine Suche einbeziehst, umso größer sind deine Erfolgschancen !
ADG: auf der Website des ADG : http://www.adg.be/ findest du im Jobportal die aktuellen Stellenanzeigen deiner Region.
Internet und Zeitungen sind eine enorme Informationsquelle. Konsultiere die Stellenanzeigen in den Tages- und Wochenzeitschriften. 
Die öffentlichen Dienste bieten eine breite Palette von interessanten Berufen an. Weitere Infos diesbezüglich findest du auf www.selor.be. Konsultiere auch die Websites der Stadt, der Gemeinde, der Interkommunalen, des ÖSHZ oder des Krankenhauses. Und vergiss nicht die Polizei, das Militär, die Bahn, die Tec…
Leihagenturen. Du kannst dich kostenlos in mehrere Leihagenturen eintragen. Die Adressen findest du unter www.federgon.be
Eine Arbeit im Ausland?  EURES sammelt alle europäischen Stellenangebote. Weitere Infos auf https://ec.europa.eu/eures/public/fr/homepage.

3. Etappe : der Lebenslauf (CV)

Der Lebenslauf (CV) bietet eine klare Übersicht über deine Ausbildung, deine beruflichen Erfahrungen und andere Aspekte, die deinen zukünftigen Arbeitgeber interessieren könnten.

Inhalt:

  • Persönliche Angaben: Name und Vorname, Adresse, Postleitzahl und Wohnort, Telefonnummer, Handynummer, E-Mail-Adresse, Geburtsdatum und –ort, Zivilstand und Nationalität.
  • Studium: alle (schulischen) Ausbildungen, Bescheinigungen, Praktika, Kurse, Doktorat, usw. Für jede Ausbildung musst du die Adresse der Einrichtung und die Studienjahre angeben.
  • Berufserfahrung: Name und Adresse aller vorherigen Arbeitgeber, ehrenamtliche Tätigkeiten, Ferienjobs, Schulpraktika, usw.
  • Du kannst deinen Lebenslauf an das Stellenangebot anpassen, auf das du dich bewirbst.
  • Sprachliche Kenntnisse: Gib deine Muttersprache an. Für die anderen Sprachen kannst du zwischen aktiven oder passiven Kenntnissen unterscheiden.
  • Technische Kenntnisse: Software oder Textverarbeitungssysteme (Word, Excel, usw.). Wie für deine sprachlichen Kenntnisse kannst du zwischen grundlegenden und fortgeschrittenen Kenntnissen unterscheiden. 
  • Managementkompetenzen  eventuell im Rahmen des Gemeinschaftslebens und/oder der ehrenamtlichen Tätigkeit.
  • Kommunikationsfähigkeit: Kommunikation der Aufgaben, Erstellung von Berichten, Dialog, usw. 
  • Referenzen: manche Arbeitgeber legen mehr Wert darauf als andere. Wie dem auch sei, gib immer den Namen, die Funktion, das Unternehmen, die Adresse und die Telefonnummer an. Und gib auch dort Bescheid, dass du ihre Angaben in deinem Lebenslauf angibst. 
  • Informiere dich beim ADG, ob du Anrecht auf Beschäftigungshilfen hast. Sie bieten dem zukünftigen Arbeitgeber finanzielle Erleichterungen, wenn er dich einstellt. Es gibt viele Maßnahmen für Schulabgänger und junge Arbeitsuchende, die ihnen dabei helfen, schneller einen Arbeitsplatz zu finden.

4. Etappe : das Motivationsschreiben

Das Motivationsschreiben ist entscheidend, um beim Arbeitgeber einen guten Eindruck zu hinterlassen. Jede Bewerbung verdient ein persönliches Schreiben, das du, genau wie deinen Lebenslauf, von deiner Familie oder von Freunden nachlesen lassen solltest. Struktur deines Motivationsschreibens:

  • Einleitung: Lenke die Aufmerksamkeit auf dich, indem du deine Motivation angibst;
  • Text: Präzisiere, inwiefern du dem Unternehmen nützlich sein kannst (beschreibe deine Erfahrungen und deine Persönlichkeit);
  • Schlussfolgerung: z.B. « Über ein persönliches Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen“;
  • Anhang: am Ende des Briefes verweist du auf den Anhang (z.B.: Lebenslauf, Kopie eines Diploms,  ein polizeiliches Führungszeugnis, usw.).

5. Etappe: Vorstellungsgespräch

Deine Anstrengung hat sich gelohnt: Der Arbeitgeber lädt dich zu einem Vorstellungsgespräch ein. Mit anderen Worten: Du bist der ideale Kandidat. Aber du wirst nicht der einzige sein.

Einige Tipps für das Bewerbungsgespräch:

  • Mit einem guten Start ist man schon halb am Ziel. Bereiten Sie sich gut auf das Gespräch vor, indem Sie sich über das Unternehmen informieren. Während des Gesprächs können Sie dann zeigen, dass Sie wissen, wovon Sie sprechen. Diese Haltung bezeugt Ihre Motivation und Ihre Wertschätzung des Unternehmens.
  • Sie sollten selbst wissen, was Sie wollen. Auf diese Weise vermitteln Sie, dass Sie Selbstvertrauen haben.
  • Zu spät zu erscheinen hinterlässt einen schlechten Eindruck. Es ist besser, eine Viertelstunde früher da zu sein; dann haben Sie auch Zeit zu verschnaufen.

Wussten Sie, dass ein Kandidat auch Rechte in den Auswahl- und Anwerbeprozeduren hat? Zum Beispiel gehen die Kosten der Prüfungen und Analysen zu Lasten des Arbeitgebers, die Auswahlprozedur muss innerhalb einer vernünftigen Frist erfolgen, die (praktischen) Test müssen begrenzt sein und es ist verboten, fiktive Arbeitsplätze anzubieten.

 

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