Was versteht man unter Diskriminierung? 

Eine Diskriminierung ist eine Ungleichbehandlung zwischen zwei Personen in einer vergleichbaren Situation, die nicht objektiv und vernünftig im Rahmen der Antidiskriminierungsgesetzgebung gerechtfertigt werden kann und die auf einem oder mehreren gesetzlich geschützten Kriterien beruht.

Direkte oder indirekte Diskriminierung? 

Die direkte Diskriminierung besteht darin, auf der Grundlage eines der in den Antidiskriminierungsgesetzen genannten Kriterien, eine direkte Unterscheidung vorzunehmen, die nicht gerechtfertigt werden kann, oder eine Person im Vergleich zu einer anderen Person in einer identischen Situation ohne Begründung unvorteilhafter zu behandeln.

Indirekte Diskriminierung beinhaltet die Anwendung einer scheinbar neutralen Bestimmung (eines Kriteriums oder eines Verfahrens), die jedoch indirekt dazu führen kann, eine Person oder eine Personengruppe ungerechtfertigterweise aufgrund eines geschützten Kriteriums zu benachteiligen.

Was sagt das Gesetz?

In Belgien ist es verboten, auf der Grundlage der 19 Kriterien des Antidiskriminierungsgesetzes (die 3 Gesetze vom 10. Mai 2007) zu diskriminieren. Zwölf Kriterien sind im allgemeinen Gesetz enthalten: Alter, sexuelle Orientierung, Familienstand, Geburt, Reichtum, religiöse oder philosophische Überzeugung, politische Überzeugung, Sprache, aktueller oder künftiger Gesundheitszustand, Behinderung, physikalische oder genetische Charakteristik und soziale Herkunft.
Fünf Kriterien sind im Antirassismusgesetz enthalten:

  1. Die Nationalität
  2. Die so genannte Rasse
  3. Die Hautfarbe
  4. Die Abstammung
  5. Die nationale oder ethnische Herkunft.

Ein einziges Kriterium ist im Gendergesetz enthalten: das Geschlecht (aber die folgenden Kriterien sind gleichgestellt: Schwangerschaft, Geburt, Mutterschaft, Geschlechtswechsel).

Hinzu kommt das Kriterium der gewerkschaftlichen Überzeugung, das durch das Urteil des Verfassungsgerichts vom 2. April 2009 infolge der Klage der CNE hinzugefügt wurde.

Der Beschäftigungsbereich ist das hauptsächliche Anwendungsfeld der Antidiskriminierungsvorschriften, die sowohl für den privaten als auch für den öffentlichen Sektor gelten.

Dieses Gesetz umfasst alle Tätigkeitsbereiche, Statuten (Arbeitnehmer, Selbständige, Ehrenamtliche, Praktikanten usw.), Arbeitsbedingungen, Auflösung der Arbeitsverhältnisse (Entlassung, Ruhestand, Zugang zur Vorruhestandsregelung) usw.

Die Sozialkonzertierung ist ein wichtiges Bindeglied bei der Entwicklung von Normen zur Bekämpfung von Diskriminierung. Eine Reihe von kollektiven Arbeitsabkommen (KAA) sind beispielsweise juristische Instrumente im Sozialrecht, wie z. B.:

  • Das KAA 9 zur Koordinierung nationaler Abkommen und die innerhalb des LRA getätigten KAA über die Betriebsräte
  • Das KAA 25 über die Gleichbehandlung von Männern und Frauen
  • Das KAA 35 über die Teilzeitarbeit
  • Das KAA 38 über die Anwerbung und Auswahl der Arbeitnehmer
  • Das KAA 95 über die Behandlungsgleichheit während allen Phasen der Arbeitsbeziehung
  • Das KAA 99 über den garantierten Lohn für Menschen mit Behinderung
  • Das KAA 104 über die Umsetzung eines Beschäftigungsplanes der älteren Arbeitnehmer im Unternehmen, usw. 

 

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