Recep

„Vor kurzem hatte ein junger Kollege familiäre Probleme und war sehr wütend. Ich beruhigte ihn und bat ihn, tief durchzuatmen und sich neben mich zu setzen. Er wurde wieder gelassener und erzählte mir seine Geschichte, was ihm ganz gut tat. Er dankte mir dafür, dass ich ihm zugehört hatte. Ich habe mit seinem Vorgesetzten vereinbart, dass er seinen Tag nicht ableisten muss und dass er nach Hause gehen konnte. Das hat er wirklich enorm geschätzt. Manchmal muss man als Personaldelegierter Psychologe sein.

Ich bin resolut, bleibe aber immer ruhig. Mit der Faust auf den Tisch zu hauen ist nicht mein Stil. Es macht sowieso keinen Sinn: Es ist besser zu verhandeln und zu reden. Ich mag echte Gespräche. In jeder Situation gibt es immer zwei Seiten der Medaille und beide müssen berücksichtigt werden. Wenn es irgendwelche Probleme gibt, bringe ich automatisch die verschiedenen Parteien zusammen.

Als ich in das Unternehmen eintrat, gab es keinen "Jugend"-Delegierten. Es gab Gewerkschaftsmilitanten, aber sie kannten die Realität der jungen Menschen nicht. Das wollte ich ändern. Ehrlich gesagt, wusste ich am Anfang nichts über die Gewerkschaft. Aber ich wollte den jungen Mitarbeitern helfen und sie begleiten. Meine Motivation? Ich kann Ungerechtigkeit und Unehrlichkeit nicht ertragen.

Junge Menschen zeigen oft wenig Interesse an der Gewerkschaft. Ich versuche immer noch, sie davon zu überzeugen, sich anzuschließen. Oft wissen sie zum Beispiel nicht, dass sie Anspruch auf einen Jugendurlaub haben. Ich erkläre ihnen, was das ist, um ihnen all das zu zeigen, was die Gewerkschaft tut.“


 

Personalization