Job und Haushalt kombinieren

Wollen Sie Ihre Karriere auf Eis legen? Es stehen Ihnen mehrere Optionen zur Verfügung.

Seien Sie am 8. März dabei!

Am 8. März, dem Internationalen Tag der Frauenrechte, macht die CSC mobil! Entdecken Sie die Aktionen in Ihrer Region und schließen Sie sich uns an, um echte Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern zu fordern!

Ein „unbezahlter Urlaub" oder eine Eigenkündigung sind riskante Entscheidungen. In beiden Fällen ist die Person, die aufhört zu arbeiten, „raus aus dem System". Zum Glück gibt es Alternativen, die es Ihnen ermöglichen, eine Pause einzulegen und gleichzeitig Ihre Rechte zu wahren.

Unbezahlter Urlaub ist ein Zeitraum, in dem die Erfüllung des Arbeitsvertrags im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber ohne Bezahlung ausgesetzt wird.

Diese Art von Urlaub ist gesetzlich nicht geregelt. Und im Gegensatz zu Zeitkredit oder Elternurlaub wird der unbezahlte Urlaub nicht als Arbeitszeit gleichgestellt und bei der Berechnung der Rente nicht berücksichtigt ... was einen Einkommensverlust bedeutet, wenn dieser wichtige Lebensabschnitt erreicht ist. Ein weiterer großer Nachteil: Während des unbezahlten Urlaubs ist der Arbeitnehmer nicht mehr krankenversichert (nicht für einen Tag und auch nicht für eine Woche!).

Die Kündigung des Arbeitsvertrags ist noch riskanter, da die Person, die kündigt, keine Garantie hat, eine Arbeit zu finden, und im Prinzip in der Zwischenzeit kein Recht auf Arbeitslosenzulagen hat.

Genauere Informationen finden Sie im Dossier der Kampagne.

Unser Rat

Wenn Sie aufhören möchten zu arbeiten, erwägen Sie zunächst, Ihren gesetzlichen Urlaub, thematischen Urlaub und/oder Zeitkredit zu nehmen, bevor Sie sich für unbezahlten Urlaub entscheiden oder Ihren Arbeitsvertrag kündigen. In den beiden letztgenannten Fällen sollten Sie sich informieren, wie Sie Ihre Rechte (und die Ihrer Familie) gegenüber der Krankenkasse wahren können. 

Und denken Sie an die Zukunft, denn Sie riskieren, völlig abhängig von Ihrem Partner zu werden. Sie mögen heute in einem Ozean der Liebe schwimmen... aber leider können sich die Dinge ändern. Die Aufrechterhaltung Ihrer wirtschaftlichen und finanziellen Autonomie ermöglicht es Ihnen, echte Entscheidungen zu treffen, wenn dieser Fall eintreten sollte.

Als Gewerkschaft verteidigen wir daher…

  • Das Recht auf thematischen Urlaub, einschließlich Elternurlaub und Zeitkredit. Wir möchten, dass diese Urlaube besser bezahlt werden, damit diejenigen, die nur schwer Zugang dazu haben, insbesondere Alleinerziehende (80 % davon sind Frauen), auch wirklich davon profitieren können.
  • Eine bessere Verteilung dieser Urlaube innerhalb der Paare. Wir würden gerne eine echte Diskussion zwischen den Paaren sehen, wie diese Urlaube verteilt werden sollen. Wir plädieren für eine Verbesserung des Systems, die, wie in den nordischen Ländern, zu einer gerechteren Verteilung dieser Urlaubstage, zu mehr Gleichheit in der Arbeitswelt führen könnte.
  • Die „Gleichstellung" dieser Urlaube in Bezug auf die Rente. Es ist wichtig, dass diese Art von Urlaub weiterhin bei der Berechnung der Rente berücksichtigt wird.
  • Die Verlängerung und der obligatorische Charakter des Geburtsurlaubs (Vaterschafts- oder Co-Mutterschaftsurlaub). Um die Diskriminierung von Frauen aufgrund von Mutterschaft abzubauen, die Eltern-Kind-Bindung von den ersten Tagen an zu verbessern, die psychische Belastung zwischen den Eltern besser zu verteilen ... wollen wir, dass der Geburtsurlaub dem Mutterschaftsurlaub gleichgestellt wird und rufen zur Unterstützung der Petition der Familienliga auf: www.15semaines.be 
  • Eine kollektive Arbeitszeitverkürzung mit Lohnfortzahlung, die es jeder/jedem ermöglichen würde, weniger zu arbeiten und trotzdem vollzeitig beschäftigt zu bleiben, einen vollen Lohn zu behalten und so zu vollen Rechten in der sozialen Sicherheit (Rente, Arbeitslosigkeit, Krankheit...) beizutragen.
  • Eine realistische Vision von einer vollen Karriere in Bezug auf die Rente. Derzeit muss man 45 Jahre gearbeitet haben, um eine volle Karriere zu haben. Wir fordern, dass diese Anzahl von Jahren nach unten korrigiert wird, damit mehr Menschen eine volle Karriere und damit eine würdige Rente erhalten können.
Tiffany
Erfahrungsbericht

Tiffany Debroux, Christliche Krankenkasse: „Eine schöne Pause, um Marin zu erziehen."

Meine Freundin und ich haben ein Kind bekommen, Marin, der jetzt 5 Monate alt ist. Sie hat ihn ausgetragen. Nachdem er geboren war, wollte ich ihn aufziehen und eine echte Bindung zu ihm aufbauen. Die Idee, eine Pause von der Arbeit zu machen, kam auf.

Ursprünglich dachte ich an eine unbezahlte Karrierepause, an unbezahlten Urlaub. Erst im Gespräch mit einer CSC-Gewerkschaftssekretärin wurde mir klar, dass man mit Elternurlaub und Zeitkredit noch ein bisschen Lohn bekommen, alle Rechte wahren und einen Fuß in der Tür behalten kann.

Ich liebe meinen Job, meine Kollegen und das Unternehmen, für das ich arbeite, aber ich muss zugeben, dass seit der Ankunft von Marin das Wichtigste unsere Familienmomente sind. Ich werde also drei Monate Vollzeit-Elternurlaub nehmen, dann meinen Jahresurlaub, und dann werde ich einen Zeitkredit nehmen. Insgesamt werde ich zweieinhalb Jahre lang nicht arbeiten, bis Marin in den Kindergarten kommt. Diese Entscheidung habe ich mit meiner Partnerin besprochen und abgewogen.

Zeitkredit ist finanziell nicht viel, aber es ist immerhin das. Es ist klar definiert, es geht darum, unsere Rechte zu behalten... also sollten man es nutzen. Ich würde jeden ermutigen, der eine solche Pause einlegen möchte, dies so zu tun. Sich mehr Zeit für uns selbst, für unsere Kinder, für unsere wirklichen Wünsche nehmen und die Möglichkeiten zu nutzen, die es gibt.

 

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