In vielen Unternehmen werden die Lohn- und Arbeitsbedingungen kollektiv über die Sozialkonzertierung festgelegt. In diesem Fall gelten sie für alle Arbeitnehmer. Wenn Sie bezüglich Ihres Lohnes Fragen oder Vorschläge haben, dann sprechen Sie mit Ihrem Gewerkschaftsdelegierten im Betrieb.

Wenn diese Bestimmungen nicht bestehen, dann nutzen Sie diesen Raum, um Ihre Lohn- und Arbeitsbedingungen zu verhandeln. 

Bereiten Sie die Lohnverhandlung sorgfältig vor. Ihr Arbeitgeber weiß, was er Ihnen vorschlagen kann. Er kennt die im Unternehmen bestehende Lohnstruktur und den Lohn, den er Ihnen zahlen muss. 

Erkundigen Sie sich über Ihren Wert auf dem Arbeitsmarkt. Informieren Sie sich über die Löhne im Sektor, in dem Sie arbeiten werden, und über den Lohn für Ihre Funktion oder für Ihr Diplom. Zeigen Sie, dass Sie über die üblichen Löhne Bescheid wissen.

Was möchten Sie?

Neben den verschiedenen Lohnaspekten sollten Sie nicht vergessen, wer Sie sind und was Sie möchten. Stellen Sie Fragen zu Ihren Aufgaben, den Arbeitsbedingungen oder der Arbeitsordnung. Müssen Sie in einem Team arbeiten? Inwiefern wird autonome Arbeit von Ihnen erwartet? Wie sieht es mit einer Schulung oder Begleitung aus? 

Jeder kann verhandeln

Sprechen Sie alle Lohnaspekte an. Der monatliche Bruttolohn oder der Fixlohn ist der Hauptbestandteil des Lohnes. Daneben gibt es weitere Bestandteile oder außergesetzliche Vorteile wie Mahlzeitschecks, Firmenauto, usw. 

Der entscheidende Punkt ist, dass das Grundgehalt den Gewohnheiten des Unternehmens entspricht und dass es sich um einen gerechten Lohn im Vergleich zu den Löhnen in anderen Unternehmen des Sektors oder der Region handelt.

Geben Sie den Ball zurück

Sprechen Sie nicht sofort von einem bestimmten Betrag. Und wenn Sie einen Betrag angeben, seien Sie realistisch. Behalten Sie einen Verhandlungsspielraum in Reserve. Versuchen Sie herauszufinden, was der Arbeitgeber Ihnen vorzuschlagen hat und ob eine individuelle Verhandlungsspanne besteht. 

Stellen Sie gezielte Fragen, zum Beispiel über die im Unternehmen üblichen Löhne, die außergesetzlichen Vorteile, die Tarife oder die Bedingungen für Lohnerhöhungen.

Zuhören

In diesem Stadium ist es interessanter zuzuhören als zu reden. Kontrollieren Sie Ihre nonverbale Kommunikation: Ihre Haltung und Ihre Körpersprache verraten mehr als Sie denken! Bleiben Sie freundlich und zuvorkommend, auch wenn Ihr Arbeitgeber möglicherweise weniger angenehme Verhandlungstechniken benutzt.   

Lassen Sie sich nicht drängen

Es verpflichtet Sie nichts dazu, die Ihnen angebotenen Lohn- und Arbeitsbedingungen direkt zu akzeptieren. Nehmen Sie sich Zeit, alles in Ruhe nachzulesen oder den konkreten Vorschlag zu überdenken. Fragen Sie sich eine Bedenkzeit, aber warten sie auch nicht zu lange. Sie können auch einen weiteren Termin anfragen, um dann konkreter zu verhandeln.  

Formulieren Sie Ihre Vereinbarungen schriftlich

Wenn Sie Ihre Vereinbarungen schriftlich festhalten, verfügen Sie über eine gute Basis für eventuelle zukünftige Diskussionen.
Die getroffenen Vereinbarungen dauern nicht unbedingt ewig. Es hält Sie nichts davon ab, nach einer gewissen Zeit erneut mit dem Arbeitgeber zu reden, um bestimmte Arbeitsbedingungen neu zu verhandeln.


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