Konkrete Auswirkungen der Arizona-Maßnahmen auf Ihr Einkommen
Konkrete Auswirkungen der Arizona-Maßnahmen auf Ihr Einkommen
Die Arizona-Regierung behauptet, Löhne würden steigen, aber bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass es sich hauptsächlich um Stellenabbau handelt. Ob Sie Arbeitnehmer, Arbeitssuchender oder Rentner sind, Sie werden mit hoher Wahrscheinlichkeit davon betroffen sein.Erfahren Sie hier, wie hoch Ihre Einkommensverluste in den kommenden Jahren sein könnten.
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Verlust der Zuschläge für Überstunden

KARIM (36) – verliert 1.206,31 € netto pro Jahr
Karim (36) arbeitet im Bausektor und verdient 20,406 € brutto pro Stunde. Er arbeitet 180 Überstunden pro Jahr, für die er keinen Zuschlag mehr erhält. Er unterliegt nun dem Überstundensteuersystem, das für ihn nicht vorteilhaft ist.
Die Abschaffung der 20%igen Erhöhung für Überstunden und die Einführung des neuen Systems durch seinen Arbeitgeber führen zu einem Nettoverlust von 1.206,31 € pro Jahr für Karim. Sein Arbeitgeber hingegen spart 1.977,38 € pro Jahr.
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Indirekte Steuern, Mehrwertsteuer, Verbrauchssteuern, Zollerhöhungen usw.

Charles (40) und Lea (41) – verdienen 2.088,73 Euro mehr pro Jahr... Oder nicht?
Charles (40) arbeitet Teilzeit und verdient 2.000 € brutto, während seine Partnerin Lea (41) Vollzeit arbeitet und 3.500 € brutto verdient. Sie haben zwei minderjährige Kinder. Dank der föderalen Steuerreform erhalten sie ein zusätzliches Nettoeinkommen von 2.088,73 € pro Jahr. Gute Nachricht!
Was bleibt? Jan und Lea hatten Renovierungsarbeiten in ihrem Haus für etwa 20.000 € geplant. Aufgrund der Erhöhung der Mehrwertsteuer von 6 auf 12 % wird diese Arbeit sie zusätzlich 1.200 € kosten. Außerdem heizen sie, wie viele Familien, mit Erdgas. Mit der Erhöhung der Gassteuern und der Einführung des neuen Emissionshandelssystems im Jahr 2028 werden sie zusätzlich 341 € pro Jahr zahlen.
Die Familie beschäftigt außerdem vier Stunden pro Woche eine Reinigungskraft über das System der Dienstleistungsschecks. Der Preis eines Schecks wurde von 9 € auf 10 € erhöht und der Steuervorteil wurde abgeschafft: Diese beiden Maßnahmen kosten sie zusätzlich 807 € pro Jahr. Und dann gab es noch die Rechnung für die flämische Krankenversicherungsprämie: Sie stieg von 64 auf 100 Euro für Jan und Lea, was 72 Euro mehr im Familienhaushalt bedeutet.
Wenn wir dazu alle möglichen Mehrwertsteuererhöhungen auf den Konsum (Hotels, Campingplätze, Pommes, Sport, Feste usw.) hinzurechnen, zahlt die Familie von Jan und Lea zusätzlich 170 Euro pro Jahr.
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Rentenreform

Marc (66) und Isabelle (60) – verlieren 8.121,20 Euro brutto pro Jahr.
Marc (66) ging am 1. Dezember 2024 in den Ruhestand und erhält eine Bruttorente von 3.000 €. Seine Frau Isabelle hatte Anspruch auf eine Bruttorente von 1.800 €, wurde jedoch aus medizinischen Gründen entlassen und konnte aufgrund ihres Alters keine Arbeit finden. Sie wird daher am 1. Juli 2027 im Alter von 61 Jahren nach einer 43-jährigen Karriere in den Ruhestand gehen.
Infolge der föderalen Reformen erhält Marc ab 2030 aufgrund der Aussetzung der Wohlstandsgarantie und der Begrenzung der Indexierung 1.868,40 € brutto weniger pro Jahr.
Mit der Einführung der Rentenmalus erhält Sarah 2027 eine um 24 % niedrigere Rente: 432 € brutto pro Monat bzw. 5.184 € brutto pro Jahr. Sarah wird auch die Folgen der Abschaffung der Wohlstandsgarantie und der Begrenzung der Indexierung tragen: Diese Maßnahmen werden sie zusätzlich 1.068,80 € brutto pro Jahr kosten.
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Nicht-Indexierung des steuerbefreiten Betrags für Kinder zu Lasten

Antoine (36) UND Lucie (35) – Nettoverlust von 1.806,97 € pro Jahr
Antoine (36), Kaderangestellter mit einem Bruttomonatsgehalt von 3.500 €, und Lucie (35), eine Arbeiterin mit einem Bruttolohn von 2.500 €, haben jeweils zwei Kinder zu Lasten aus einer früheren Ehe. In ihrer neuen Familie haben sie also vier Kinder zu ihren Lasten.
Durch die Nicht-Indexierung des Steuerabzugs für Kinder zu Lasten und die Abschaffung des Abzugs für unverheiratete Eltern verlieren sie 1.806,97 € netto pro Jahr.
Sind Sie ein unverheirateter Elternteil? In diesem Fall verlieren Sie den steuerlichen Vorteil als "alleinerziehender Elternteil" und bis zu 960,50 € netto pro Jahr.
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Arbeitslosigkeit: Warum sie manche Haushalte so viel kostet
Jean (56) und Carine (56) – verlieren 15.623,55 Euro netto pro Jahr. Jean arbeitet Vollzeit und verdient 3.500 Euro brutto.
Seine Ehefrau Carine hat 34 Jahre lang im örtlichen Supermarkt gearbeitet, wo sie im Laufe der Jahre zur Filialleiterin aufstieg. Sie verdiente 4.200 Euro brutto, was in ihrem Fall 2.704,10 Euro netto entsprach.
Doch der Supermarkt schließt infolge einer Umstrukturierung, und Carine wird ab April 2026 arbeitslos.
Glücklicherweise wurden ihr Arbeitslosengeld auf durchschnittlich 2.229,18 Euro brutto im ersten Jahr angehoben – fast 200 Euro mehr als früher. Allerdings wurde der Steueravorteil für Ersatzeinkommen schrittweise abgeschafft; Carine bleiben daher nur 1.745,50 Euro netto. Früher hätte sie 1.826,95 Euro erhalten – ein Unterschied von 977,40 Euro netto pro Jahr.
Carine will nicht untätig bleiben und sucht eine Stelle als Kassiererin in anderen Geschäften. Vergeblich: Flexi-Jobs und Studenten sind für Arbeitgeber günstiger. Auch ihr Alter erschwert die Suche. Nach zwei Jahren Arbeitslosigkeit erhält sie keine Leistungen mehr und, da Jean ein Einkommen hat, bleibt sie ohne finanzielle Unterstützung – bis zu ihrer Rente mit 67 Jahren. Im Vergleich zu dem Nettobetrag, den sie während der Arbeitslosigkeit bekam, verliert der Haushalt 15.623,55 Euro netto pro Jahr.
Auch ihre Rente ist betroffen: Sie wird um 3.931,20 Euro brutto pro Jahr gekürzt, da sie neun Jahre lang ohne Einkommen sein wird.
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Doppelter Indexsprung - Sophie wird 14.024 Euro netto verlieren in ihrer Karriere

Sophie (33) – verliert in ihrer Karriere 14.024,04 € netto
Sophie arbeitet in der Chemieindustrie und verdient durchschnittlich 3.596,97 € netto pro Monat. Sie ist ledig und hat zwei Kinder zu Lasten. Ihr Bruttogehalt beträgt 5.847 €.
Die beiden von der Arizona-Regierung beschlossenen Indexsprünge werden sie eine beträchtliche Summe kosten: 412,47 € netto pro Jahr. Über ihre gesamte Karriere entspricht dies einem Nettoeinkommensverlust von 14.024,04 €.
Gleichzeitig profitiert ihr Arbeitgeber im gleichen Zeitraum von einem Gewinn von 24.868,00 € dank dieses doppelten Indexsprungs.
Den Arbeitnehmern geht die Puste aus. Eine Sparpolitik jagt die nächste.
Am 12. März geben wir unsere Antwort. Brüssel muss unsere geballte Kraft sehen, hören und spüren!
Alle praktischen Infos auf:www.diecsc.be/arizona
