Ein Laufbahnende ohne Schrecken

Die Zahl der älteren Arbeitnehmer nimmt ständig zu. Es ist unerlässlich, auf ihre Erwartungen für eine bessere Gestaltung ihres Laufbahnende zu reagieren. Dazu sollen bevorzugt die Arbeitszeit und -bedingungen angepasst werden.

Die nachdrückliche Forderung der CSC an die öffentliche Hand:

  • Das KAA 104* verbindlicher gestalten, um Unternehmen, Institutionen oder Verwaltungen zu verpflichten, die Möglichkeit anzubieten, das Arbeitspensum im Laufe der Karriere je nach Schwere der Arbeit zu reduzieren.
  • Förderung jeder Initiative, die eine Arbeitszeitverkürzung bei gleichbleibendem Lohn und effektiven Ausgleichseinstellungen über einen unbefristeten Vertrag ermöglicht, damit die Arbeit während der gesamten Laufbahn machbar ist.
  • Wiedereinführung des Zeitkredits am Laufbahnende, wie er 2011 bestand (ab dem Alter von 50 Jahren und mit LfA-Zulagen), bevor er teilweise abgebaut wurde.
  • Anerkennung und Wertschätzung der Kompetenzen erfahrener älterer Arbeitnehmer, indem man ihnen die Möglichkeit gibt, sich neu zu orientieren und einen Teil ihrer Arbeitszeit der Ausbildung und Begleitung neuer Arbeitnehmer in Form von Mentoring zu widmen, wodurch sie auch ihre eigene Arbeitsbelastung verringern können.

Aber auch 

  • Wiedereinführung der Rente mit 65 Jahren.
  • Beibehaltung des SAB (Ex-Frühpension) und weiterhin Gleichstellung zu 100 % bei der Rentenberechnung.
  • Anerkennung der Schwere der Arbeit.
  • Abschaffung der Verfügbarkeit auf dem Arbeitsmarkt im Falle von SAB.

* Das KAA 104 sieht vor, dass jedes Unternehmen mit mehr als 20 Arbeitnehmern einen Plan für die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer erstellen muss, um die Anzahl der Arbeitnehmer über 45 Jahre zu erhalten oder zu erhöhen.


 

Yasmina ligne

Unterstützen Sie die Kampagne!

Hängen Sie das Plakat der Kampagne an Ihrem Arbeitsplatz auf.
Verteilen Sie unseren Flyer am Arbeitsplatz.

philippe

„Der Zeitkredit am Laufbahnende ist für mich eine echte Erleichterung“.

Philippe, 57, arbeitet seit 35 Jahren als Produktionsmitarbeiter bei der TI Group Automotive System (Lüttich) an einer Elektrolyseanlage. Er spricht über seine Gründe, warum er am Ende seiner Laufbahn einen Zeitkredit in Anspruch genommen hat. 

Ich habe mit 22 Jahren angefangen, bei TI zu arbeiten. Das Schwierigste war, dass ich drei Wochen lang an sieben Tagen in der Woche in drei Schichten arbeiten musste, d. h. Früh-, Spät- und Nachtschicht, und dann eine Woche frei hatte. Ich habe etwa zwanzig Jahre lang in diesem Rhythmus gearbeitet. Ich merkte schnell, dass meine Gesundheit durch dieses Arbeitssystem stark geschwächt war: man schläft nicht und isst nicht wie gewohnt.

Mit zunehmendem Alter wurde dieses System immer beschwerlicher. Ich habe am Ende meiner Laufbahn einen Zeitkredit in Anspruch genommen. Das bringt mir eine echte Erleichterung, vor allem körperlich. Dank dieser 1/5-Zeit wird meine Nachtarbeit reduziert, und wenn das nicht möglich ist, wird mein Wochenende verlängert.

Heute arbeite ich immer noch in drei Schichten, mit Nachtschicht, aber ich habe entweder weniger Nächte oder ein dreitägiges Wochenende. Dieses verlängerte Wochenende ermöglicht mir, mehr für meine Familie und Freunde da zu sein. Auch der Schlafrhythmus und die Verdauung haben sich verbessert. Es ist nicht wieder perfekt, aber es ist trotzdem besser.“ 


 

ligne le-monde-d-apres

Personalization

Ihr Browser ist veraltet und wird durch die CSC-Webseite nicht unterstützt. Klicken Sie hier um eine aktuellere Version zu installieren.