CSC-Migranten prangert die Anhebung der Einbürgerungskosten in Belgien an

Der Dienst CSC-Migranten ist in keiner Weise mit der starken Anhebung der Kosten für die Einbürgerung in Belgien einverstanden: diese steigen von 150 Euro auf 1.000 Euro an.
Eine derartige Maßnahme ist nicht nur brutal, sondern auch ein eindeutiges Zeichen dafür, dass die Regierung einen härteren Kurs bei ihrer Einwanderungspolitik einschlägt. Die im Regierungsabkommen vorgesehenen Maßnahmen ziehen eindeutig eine bestimmte Art von Einwanderung vor: nämlich die gezielte Einwanderung von hochqualifizierten Personen, während für die anderen noch strengere Maßnahmen gelten.
In Europa betragen die Kosten für einen Einbürgerungsantrag im Schnitt 499 Euro. Dass Belgien sich der europäischen Norm annähern will, ist verständlich. Aber eine so starke Anhebung ist übertrieben und nicht gerechtfertigt. Dadurch würde Belgien zu einem der teuersten europäischen Länder werden, um die Staatsbürgerschaft zu erwerben.
Diese Entscheidung birgt die Gefahr, dass ein Recht zu einem Privileg wird, das einigen wenigen vorbehalten ist. Das Nachsehen haben Menschen, die seit vielen Jahren in Belgien leben und komplett in die belgische Gesellschaft integriert sind, aber nur ein bescheidenes Einkommen haben.
Der Zugang zur Staatsbürgerschaft darf kein Luxus werden. Er muss ein offener, zugänglicher und gerechter Weg bleiben, der die Einwanderung als Recht anerkennt und der festlegt, dass die Integration, Teilhabe und Bindung von Tausenden von Menschen an unser Land auf Gerechtigkeit und Fairness beruht.
Die CSC-Migranten fordern die Regierung auf, diese Maßnahme zu prüfen und diesen unverhältnismäßigen Anstieg zu überdenken.