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Inoffizieller Start der Sozialwahlen

Am 22. November wurden die Listennummern für die Sozialwahlen ausgelost. Die CSC wird mit der Nummer 2 in die Wahlen gehen. Im Vorfeld der Sozialwahlen hat diese Auslosung vor allem eine symbolische Bedeutung: Sie markiert den inoffiziellen Start der Sozialwahlen in mehr als 7.000 Unternehmen, Organisationen des nicht-kommerziellen Sektors, Pflegeeinrichtungen und Schulen. Mehr als 2 Millionen Arbeitnehmer werden zwischen dem 13. und 26. Mai 2024 die Möglichkeit haben, ihre Delegierten zu wählen. Die Auswirkungen der Mitbestimmung und des sozialen Dialogs in den Unternehmen und damit auch der Sozialwahlen sind sehr wichtig.

Vor genau 75 Jahren, im Jahr 1948, verabschiedete das belgische Parlament das „Gesetz über die Organisation der Wirtschaft“. Dieses Gesetz legte den Grundstein für unser System der wirtschaftlichen und sozialen Demokratie. Es ermöglichte die Durchführung der ersten Sozialwahlen für den Betriebsrat im Jahr 1950. Erst 1958 gab es die ersten Wahlen für die Ausschüsse für Sicherheit, Hygiene und Verschönerung des Arbeitsplatzes, die später in „Ausschüsse für Gefahrenverhütung und Schutz am Arbeitsplatz“ (AGS) umbenannt wurden. Ein Dreivierteljahrhundert später werden die Sozialwahlen im Mai 2024 zum 19. Mal für den Betriebsrat und zum 17. Mal für den AGS stattfinden. Die Sozialwahlen sind heute ein Höhepunkt der Arbeitnehmermitbestimmung, da fast zwei Millionen Arbeitnehmer die Möglichkeit haben, diejenigen zu wählen, die in den nächsten vier Jahren ihre Interessen im Unternehmen vertreten werden.

Die Auswirkungen der Mitbestimmung und Konzertierung in den Unternehmen und damit auch der Sozialwahlen sind maßgeblich. Studien bestätigen beispielsweise, dass die soziale Konzertierung auf Unternehmensebene einen Aufwärtsdruck sowohl auf die Löhne als auch auf die Produktivität in der Organisation ausübt, wodurch die notwendigen Spielräume für Verhandlungen geschaffen werden.

Die gewerkschaftliche Präsenz im Betrieb bietet den Arbeitnehmern auch mehr Möglichkeiten, ihre Rechte im Bereich der sozialen Sicherheit und des Arbeitsrechts auszuüben, einschließlich der Möglichkeit, Elternurlaub zu nehmen. Diese Auswirkung ist bei prekären Arbeitnehmergruppen noch stärker ausgeprägt.

Die Studien zeigen auch, dass Arbeitnehmer in Unternehmen, in denen Gewerkschaftsvertreter aktiv sind, eher die Möglichkeit haben, eine von ihrem Arbeitgeber angebotene Aus- bzw. Weiterbildung in Anspruch zu nehmen. Dieser positive Effekt ist bei Arbeitnehmern mit geringer Schulbildung noch stärker ausgeprägt. Die Gewerkschaftsvertretung trägt also dazu bei, Ungleichheiten bei den Bildungschancen abzubauen.

Die Präsenz einer Gewerkschaft in einem Unternehmen erhöht auch die Arbeitsplatzsicherheit. Arbeitnehmer bleiben länger in Unternehmen mit einer Gewerkschaft und machen sich weniger Sorgen um ihren Arbeitsplatz. Angesichts der starken Auswirkungen von Arbeitsplatzunsicherheit auf Stress und psychisches Wohlbefinden ist klar, dass die Präsenz der Gewerkschaft im Unternehmen sich äußerst positiv auf das Wohlbefinden auswirkt. Diese Wirkung betrifft auch die Einführung neuer Technologien. Wo Arbeitnehmer ein Mitspracherecht haben, werden die Vor- und Nachteile neuer Technologien besser verteilt und gibt es weniger negative Auswirkungen wie Stress.

Abgesehen von den Auswirkungen auf das Wohlbefinden am Arbeitsplatz hat die Arbeitnehmervertretung im Unternehmen auch positive Auswirkungen auf gesellschaftlicher Ebene im weiteren Sinne. Sowohl internationale als auch belgische Studien zeigen beispielsweise, dass die Arbeitnehmer in Unternehmen mit einer stärkeren sozialen Konzertierung während der Gesundheitskrise besser geschützt waren. Aus diesen Studien geht auch hervor, dass das Sterberisiko von Pflegeheimbewohnern während des Corona-Zeitraums in Einrichtungen mit aktiver Gewerkschaft geringer war. Das Vorhandensein einer Gewerkschaftsvertretung im Unternehmen hat also weiter reichende positive Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Das belgische Mitbestimmungssystem wird auch von den belgischen Unternehmensleitern relativ positiv bewertet: 80 % der belgischen Unternehmer halten die lokalen Arbeitnehmervertreter für zuverlässig und konstruktiv. Eine Studie über die Auswirkungen der sozialen Konzertierung in belgischen Unternehmen zeigt, dass diese Konzertierung, die in Form von kollektiven Arbeitsabkommen Gestalt annimmt, sowohl zu einer Verbesserung der Löhne als auch der Produktivität führt. Damit wird deutlich, dass die soziale Konzertierung in Unternehmen sowohl aus Sicht der Arbeitnehmer als auch aus Sicht der Arbeitgeber positiv ist.

 

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