SAB und Frühpension

Finden Sie heraus, ab welchem Alter Sie das SAB beantragen können und welche Auswirkungen es auf Ihr Einkommen hat. Unten finden Sie auch wichtige Informationen über das SAB. Dieses System wird regelmäßig auf die Probe gestellt und häufig kritisiert. Die CSC hat das SAB stets als Maßnahme zum Karriereende verteidigt und tut dies bis heute.
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Was versteht man unter SAB?
Die frühere "Frühpension" oder das "System der Arbeitslosigkeit mit Betriebsausgleich" (SAB), wie wir heute sagen, ist ein spezifisches System.
Während des Wartens auf den Zeitpunkt ihrer Rente erhalten entlassene Arbeitnehmer Arbeitslosengeld in Höhe von 60 % ihres Lohnes. Achtung: dieser Betrag ist begrenzt in Funktion des Status des entlassenen Arbeitnehmers: 1993,16 Euro; Alleinstehende : 1829,62 Euro; Mitbewohner: 1677 Euro)
Zusätzlich zu diesem Arbeitslosengeld erhalten sie einen Betriebsausgleich, der von ihrem Arbeitgeber oder vom Fonds des Sektors gezahlt wird. Die Höhe dieser Zulage beträgt mindestens die Hälfte der Differenz zwischen dem Nettolohn und dem Arbeitslosengeld. Der Arbeitgeber muss auf diese Zulage sehr hohe Sozialversicherungsbeiträge zahlen.
Der Zugang zum SAB unterliegt sehr strengen Alters- und Laufbahnbedingungen und wurde von der Arizona-Regierung erschwert.
Das allgemeine SAB-System und die anderen SAB-Systeme wurden von der Arizona-Regierung gestrichen. Nur das Sondersystem des mediznischen SAB wurde beibehalten. Für die anderen Systeme wurden aber auf Druck der CSC Übergangsmaßnahmen vorgesehen, um die Möglichkeit des Zugangs zum SAB nicht von heute auf morgen zu stoppen.
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Welches sind die Bedingungen für den Zugang zum medizinischen SAB?
Es handelt sich um ein Programm für Menschen mit Behinderungen oder Arbeitnehmer mit ernsthaften körperlichen Problemen.
Behinderte Menschen oder Arbeitnehmer mit schweren körperlichen Problemen können ab dem Alter von 58 Jahren vom SAB-System profitieren, vorausgesetzt, sie können eine Berufserfahrung von 35 Jahren nachweisen.
Folgende Arbeitnehmer werden berücksichtigt:
- Arbeitnehmer, deren Behinderung von der zuständigen Behörde anerkannt wird. Dazu gehören die Arbeiter in den Unternehmen der angepassten Arbeit (beschützende Werkstätten oder soziale Werkstätten).
- Arbeitnehmer, die schwere körperliche Probleme haben, die teilweise oder ganz durch ihre berufliche Tätigkeit verursacht werden und es unmöglich machen, ihren Beruf fortzusetzen. Fedris prüft diese Unmöglichkeit.
- Arbeitnehmer, die vor 1993 im Rahmen ihrer Arbeitstätigkeit mindestens zwei Jahre lang Asbest oder Faserzement ausgesetzt waren.
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Welches sind die Übergangsmaßnahmen für die SAB-Systeme?
Die allgemeine Regelung des SAB mit 62 Jahren
Die letzten Arbeitnehmer, die noch Zugang zur allgemeinen SAB-Regelung haben können, sind Arbeitnehmer:
- deren Kündigung vor dem 1. April 2025 mitgeteilt wurde;
- die spätestens am 30. Juni 2025 (und vor dem Ende des Arbeitsvertrags) das Alter von 62 Jahren erreicht haben;
- und die 40 Berufsjahre bis zum Ende des Arbeitsvertrags nachweisen.
Angesichts der verspäteten Veröffentlichung des königlichen Erlasses zur Einführung der Reform der Arizona-Regierung wurde die Bedingung der Mitteilung vor dem 1. April 2025 gelockert, sodass die Mitteilung auch nach dem 31. März 2025 erfolgen kann, sofern der Arbeitsvertrag vor dem 15. September 2025 (Datum der Veröffentlichung des königlichen Erlasses) endet, der Arbeitnehmer das Alter von 62 Jahren erreicht hat und 40 Berufsjahre zum Zeitpunkt des Vertragsendes nachweisen kann.
Es ist daher möglich, dass Arbeitnehmer mit langen Kündigungsfristen noch Zugang zur allgemeinen SAB-Regelung haben.
Die SAB-Regelungen mit 60 Jahren
Das SAB für lange Berufslaufbahn
Dabei handelte es sich um eine besondere Regelung für Arbeitnehmer ab 60 Jahren mit einer sogenannten „langen Berufslaufbahn“, das heißt Arbeitnehmer, die 40 Berufsjahre nachweisen konnten.
Diese Regelung war noch unter folgenden Übergangsbedingungen zugänglich:
- Mitteilung der Kündigung vor dem 1. Juli 2025;
- 60 Jahre spätestens am 30. Juni 2025 (und vor dem Ende des Arbeitsvertrages);
- 40 Berufsjahre vor dem Ende des Arbeitsvertrages (also auch noch nach dem 30. Juni 2025).
Das SAB für „schwere Berufe“
Arbeitnehmer, die bestimmte „schwere Berufe“ ausübten, konnten ab 60 Jahren vom SAB profitieren, sofern folgende Bedingungen erfüllt waren:
- Entweder sie konnten eine Laufbahn von mindestens 33 Jahren nachweisen als Bauarbeiter und vom Arzt des Sektors für untauglich erklärt wurden; oder sie hatten mindestens 20 Jahre im Schichtbetrieb mit Nachtarbeit gearbeitet; oder sie hatten 5 von 7 Jahren oder 7 von 10 bzw. 15 Jahren Nachtarbeit in den Jahren vor dem Ende ihres Arbeitsvertrags geleistet.
- Oder sie verfügten über mindestens 35 Berufsjahre und hatten im Schichtbetrieb, im unterbrochenen Dienst oder mit Nachtarbeit 5 Jahre in den letzten 10 Jahren oder 7 Jahre in den letzten 15 Jahren vor dem Ende des Arbeitsvertrages gearbeitet.
Der Zugang zu diesem SAB musste durch ein sektorales Kollektivabkommen (KAA) ermöglicht werden.
Diese Regelung war noch unter folgenden Übergangsbedingungen zugänglich:
- Mitteilung der Kündigung vor dem 1. Juli 2025;
- 60 Jahre spätestens am 30.06.2025 (und vor dem Ende des Arbeitsvertrages);
- 33 oder 35 Berufsjahre vor dem Ende des Arbeitsvertrages (je nach anwendbarer Regelung für schwere Berufe).
Unternehmen in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung
Unternehmen in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung konnten ihren Arbeitnehmern ab 60 Jahren ein SAB gewähren.
Diese Regelung war nur möglich, wenn der Arbeitsminister ein Unternehmen als in Schwierigkeiten oder in Umstrukturierung anerkannt hatte und ein Betriebsabkommen die Möglichkeit vorsah, dieses SAB in Anspruch zu nehmen.
Weitere Bedingung: Der Arbeitnehmer musste mindestens 10 Jahre Berufslaufbahn im selben Sektor in den letzten 15 Jahren oder 20 Jahre als Lohnempfänger nachweisen.
Diese Regelung war noch unter folgenden Übergangsbedingungen zugänglich:
- Der Beginn des Anerkennungszeitraums musste vor dem 1. Mai 2025 festgelegt worden sein;
- Kündigung und Vertragsende mussten während des Anerkennungszeitraums erfolgen;
- Die Arbeitnehmer mussten das Alter von 60 Jahren erreicht haben:
- entweder zum Zeitpunkt der Ankündigung der Massenentlassung,
- oder am Ende des Arbeitsvertrages (wenn keine Massenentlassung vorlag).
- Die Arbeitnehmer mussten außerdem 20 Jahre Berufslaufbahn insgesamt oder 10 Jahre Berufslaufbahn im selben Sektor innerhalb der letzten 15 Jahre zum Zeitpunkt des Vertragsendes nachweisen.
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Müssen Arbeitnehmer im SAB dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen?
Arbeitnehmer, die eine Betriebszulage beziehen, unterliegen grundsätzlich einer an den Arbeitsmarkt angepassten Verfügbarkeitspflicht bis zum Erreichen des gesetzlichen Rentenalters (derzeit 65 Jahre). Diese angepasste Verfügbarkeit bedeutet insbesondere, dass ein Arbeitsloser mit Betriebsausgleich:
- als Arbeitsuchender eingetragen ist/bleibt ;
- eine geeignete Beschäftigung oder Ausbildung annehmen muss;
- die Arbeit nicht ohne legitimen Grund aufgeben darf;
- nicht wegen Fehlverhaltens entlassen werden kann;
- sich beim VDAB, Forem, Actiris, Arbeitsamt oder einem Arbeitgeber melden muss, wenn die regionale Behörde ihn vorgeladen hat;
- an einem Begleitplan oder einem Integrationspfad mitarbeiten muss, der vom VDAB, Forem, Actiris oder Arbeitsamt vorgeschlagen wird.
Unter bestimmten Voraussetzungen können Arbeitslose mit Betriebszulagen beim LfA eine angepasste Befreiung von der Verfügbarkeit beantragen. Diese Befreiung ist möglich, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:
- Der Arbeitslose kann eine berufliche Laufbahn von 43 Jahren nachweisen oder wenn es sich um ein medizinisches SAB handelt;
- oder wenn der Arbeitslose 62 Jahre alt ist oder eine berufliche Laufbahn von 42 Jahren nachweisen kann und wenn er in einem Sektor arbeitet, der sektorale KAA abgeschlossen hat, um diese Befreiung zu ermöglichen.
Die Befreiung muss persönlich beim LfA beantragt werden.
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Einfluss des SAB auf die soziale Sicherheit
Kritiker des SAB behaupten, dass dieses System für die soziale Sicherheit unangemessen teuer ist. Das ist absolut falsch.
Da das SAB mit hohen Sozialbeiträgen verbunden ist, bedeutet sie mehr Einnahmen für die soziale Sicherheit, als wenn eine Person einfach arbeitslos oder invalide oder vorzeitig in Rente ist.
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Warum widersetzen sich viele Arbeitgeber und Politiker dem SAB?
Das SAB wurde unter der Michel-Regierung auf die Probe gestellt. Die Arizona-Regierung hat es (fast vollständig) beendet.
Arbeitgeber und Politiker wollen, dass die Menschen länger arbeiten. Aus diesem Grund wurde das SAB aufgelöst, und die Regierung Michel hat nach vielen Protesten der Gewerkschaften das Pensionsalter für Bürger, die nach 1959 geboren wurden, brutal auf 66 Jahre und für nach 1964 Geborene auf 67 Jahre angehoben. Die Arizona-Regierung löste daraufhin die SAB vollständig auf, ohne Maßnahmen vorzusehen, die diese Entscheidungen für die Menschen tragbar machen.
Das Versprechen einer Altersreduzierung für schwere Berufe wurde ignoriert. Politisches Engagement ist nicht zustande gekommen. Wir kennen jetzt die Konsequenzen: eine halbe Million Langzeitkranke. Da Arbeit bis zum Alter von 67 Jahren für viele Menschen nicht tragbar ist und alle Mechanismen, die es einem ermöglichen, am Ende der Karriere langsamer zu machen, abgebaut oder unter Druck gesetzt werden, genießt die Anhebung des Rentenalters auch nicht die geringste gesellschaftliche Unterstützung.
